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Thema: Ideen für Kindergarten-Aktivitäten

  1. #1
    Avatar von lausigel
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    Standard Ideen für Kindergarten-Aktivitäten

    Liebes Moderatorenteam, könntet ihr in dieser Rubrik "Kiga & Schule" vielleicht noch ein Unterforum "Kindergarten" oder "Rund um den Kindergarten" anlegen, da ich nicht weiß, wo ich das sonst posten soll, poste ich unter "Einschulung", auch wenn es thematisch nicht wirklich passt. Bitte ggf. verschieben, danke.


    Ich dachte, wir könnten als Eltern mit Kiga-Erfahrung mal zusammentragen, was unsere Kindergärten so an Aktivitäten durchführen. Meiner Erfahrung nach gibt's da schon Unterschiede, sogar in der gleichen Kommune. Natürlich kommt es auch auf die pädagogische Ausrichtung und das Kiga-Team selbst an. Ziel dieses Threads sollte sein, Ideen zu entdecken und an den Kiga (Erzieherin, Team, Elternbeirat) weiterzugeben, das Rad muss ja nicht immer neu erfunden werden.

    Ich freue mich schon auf eure Beiträge.
    Einen schönen Tag wünscht
    die lausigel
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

  2. #2
    Avatar von lausigel
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    Standard Laternenbastelabend für Papas

    Ich fang dann auch gleich mal an:

    Bei uns (katholischer Kindergarten) gibt es seit einigen Jahren einen Laternenbastelabend für Väter. Ziel ist, die Papas mehr in die Kiga-Arbeit einzubinden und die Mamas auch ein bisschen zu entlasten, da die sonst nachmittags in den Kiga kommen und Martinslaternen basteln (noch schöner würde ich es finden, wenn Papas und Kinder gemeinsam basteln, ich hab das auch schon vorgeschlagen, aber das ist auch ein Zeitproblem, abends gehen die Kinder ins Bett und die Papas können sich nachmittags schwerer frei machen).

    Jedenfalls wird das sehr gut angenommen. Hat ein Kind keinen Papa, müssen Opa, Onkel, Pate, Stiefpapa oder eine andere männliche Bezugsperson ran, Frauen sind an dem Abend nicht geduldet. Klar, sonst reißt das ein und jeder schickt wieder seine Frau. Die Erzieherinnen finden es immer faszinierend wie ruhig es an solchen Abenden zugeht. Ganz konzentriert basteln die Papas für ihre Kinder, bei den Damen gäbe es immer "Geschnatter".
    Vor drei Jahren war wohl an dem besagten Abend ein Fußballspiel, so schnell waren die Laternen noch nie fertig.
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  3. #3
    Avatar von lausigel
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    Standard Kindergarten-Sportspiele

    In Anlehnung an die Bundesjugendspiele in der Schule führt unser Kindergarten sog. "Kindergarten-Sportspiele" durch. Sie fahren morgens alle mit dem Stadtbus zum Sportgelände an der Schule und die Kleinen, die in den vorhergehenden Kiga-Turnstunden fleißig geübt haben, versuchen sich im 30-m-Lauf, Weitwurf und Weitsprung.

    Es werden drei Alterskategorien gebildet (Kleine-Mittlere-Vorschulkinder) und alle bekommen eine Urkunde, die drei besten in der jeweiligen Alterskategorie auch eine Medaille. Zur Siegerehrung am Mittag sind die Eltern eingeladen. Gesponsert wird das ganze von örtlichen Firmen und dem Landratsamt, das wohl allen Kindertageseinrichtungen und Schulen Geld zur Drogenprävention zukommen lässt. Deshalb steht die Veranstaltung unter dem alljährlichen Motto "Keine Macht den Drogen" und "Bewegung vermittelt Spaß und Lebensfreude". Von den Sponsorengeldern werden für alle T-Shirts (mit aufgedruckten Sponsoren hinten) und die Medaillen angeschafft, auch das Catering übernehmen eine Metzgerei und eine Bäckerei, es gibt für jedes Kind ein Getränk und Wienerle im Brötchen.
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  4. #4
    Avatar von lausigel
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    Standard Waldtage und anderes

    Von März bis Oktober geht unsere Gruppe einmal wöchentlich (manchmal auch 14tägig) in den Wald und verbringt einen ganzen Vormittag dort.

    Neulich haben sie eine Wasserleitung gebaut, sie beobachten Insekten, kugeln sich einen Abhang hinunter, balancieren auf Baumstämmen usw. Sie gehen immer an dieselbe Stelle, um zu sehen, wie der Wald sein Gesicht im Laufe der Jahreszeiten verändert.

    Das Catering übernehmen jede Woche je zwei Familien und es wird im Bollerwagen mitgenommen, so dass die Kinder keine Rucksäcke brauchen. Lange Sachen, feste Schuhe Sonnencappy usw. auch bei Hitze sind Pflicht wg. der Zeckengefahr. Natürlich müssen wir unsere Kinder daheim nochmal absuchen.

    Ich finde das sooo toll.

    Ansonsten waren sie heuer schon zweimal auf einem Bauernhof (vor Ostern auf einer Hühnerfarm, um die neugeborenen Küken zu bestaunen und die Hühner zu füttern), dann noch auf einem "klassischen" Hof.

    Und sie gehen einmal im Jahr auf ein Erdbeerfeld um Erdbeeren zu pflücken, die am nächsten Tag zu einem gesunden Kiga-Frühstück verarbeitet werden.

    Jeden Freitag bereiten sie alle zusammen eine Mahlzeit zu, im Winter auch mal Kürbissuppe o. ä., sie haben Osterbrot gebacken, machen Obstsalat, Löwenzahnmarmelade etc. Daher brauchen sie am Freitag kein Frühstück. Einmal im Monat werden pro Kind 2 Euro eingesammelt für das Freitags-Frühstück (pro Freitag im Monat 50 Cent).
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  5. #5
    Avatar von ponymaedchen
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    Standard

    Zur Einsortierung: die Kiga-Themen finden sich unter "Eltern für gute Bildung", was ich auch passend finde, denn "Bildung" ist ja mehr als nur Schulwissen reinzwängen

    Hmm... bei uns gibt es manch nette Aktion, aber ehrlich gesagt find ich sie deshalb so prima, weil das Erzieherinnen-Team sie selbst findet, und zwar den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Kigas und der Kinder entsprechend. Bei uns fällt zum Beispiel fast alles aus, was die Eltern zusätzliches Geld kosten würde. So würden externe, professionelle Kursanbieter (Early English etc.) bei uns nicht glücklich. Aber wir haben sehr ähnliche Aktionen wie die, die du beschreibst. Ich hatte kurz überlegt, ob ich ehrenamtlich Experimentieren anbieten sollte (ist ja im Moment schwer im Trend, fast zuviel für meinen Geschmack), aber auch das schaffen die Erzieherinnen selbst in ihre Projekte einzubinden. Zu den Beiträgen der Eltern: Manche Eltern sind völlig passiv und die kriegt man auch nicht mobilisiert, andere packen beim Garteneinsatz und bei Festen mit an - und der Elternbeirat unterstützt natürlich auch die regelmäßige Arbeit des Kigas. Die engagierten Eltern gehen zu einem hohen Prozentsatz ganztags arbeiten, deshalb könnten die auch gar nicht catern oder so. So läuft es in unserem ostdeutschen Kleinstadt-Kiga, und ich muss sagen, ich wüßte (unter den äußeren Gegebenheiten) gar keine Verbesserung.

  6. #6
    Avatar von lausigel
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    Blinzeln

    Naja, aber die Rubrik hier heißt ja "Kiga und Schule" und für mich war es naheliegend, das hier unterzubringen. Außerdem geht es im Kindergarten ja nicht nur um Bildung, auch wenn das sicher dazugehört. Man kann ja theoretisch auch Probleme mit der Erzieherin oder der Ausrichtung des Kigas oder der Eingewöhnung oder was auch immer haben und in der Bildungsrubrik fände ich diese Thematiken jetzt nicht wirklich abgedeckt.

    Ja, es steht und fällt mit dem Eltern-Engagement. Bei uns ist es auch so, dass es im Prinzip immer die gleichen sind, die irgendwo mit anpacken. Das wird vermutlich in der Schule auch nicht anders werden... Gut, dass es irgendwo immer noch Idealisten gibt.
    Bei uns sind es meistens sogar die, die durch was auch immer (Beruf, Studium, mehrere Kinder) stark eingespannt sind, noch Zeit finden, sich zu engagieren, die beim Waldtag schon eher aufstehen, Käsewürfel und Melonen schneiden, beim Bäcker die vorbestellten Mini-Brezeln und beim Metzger Wienerle abholen und am Vortag schon für die ganze Gruppe Wasserflaschen besorgt haben, das alles samt Kind im Kiga abliefern und zur Arbeit hetzen.

    Bei uns ist es so, dass 90 % von dem, was gemacht wird, auch vom Kiga-Team kommt. Aber sie sind auch offen für Vorschläge aus der Elternschaft (und das erwarte ich ehrlich gesagt auch von einem guten Kindergarten) und bemühen sich, das umzusetzen, wenn es auch nicht immer 1:1 klappt (ist ja nicht schlimm). Ich hatte z. B. eine Waldweihnacht angeregt und sie haben das dann als Winterwanderung zum Waldrand mit dem Nikolaus, der aus dem Wald kommt, umgesetzt. Fand ich super. Weil es vor Weihnachten schwierig wurde, einen extra Termin dafür anzusetzen, haben sie es mit Nikolaus zusammengelegt. Aber das ist ja in Ordnung.

    Oder die Eltern haben sich z. B. beim Elternabend einen Großeltern-Nachmittag gewünscht. Der wurde dann auch in die Jahresplanung mit aufgenommen und fand statt. Früh haben die Kinder für die Großeltern Kuchen gebacken, nachmittags kamen dann die Omas und Opas und die Kinder hatten alle was einstudiert, dann gab es Kuchen, Kaffee und Kakao und einen wunderschönen Spielenachmittag.

    Sie machen auch einmal im Jahr eine Fragebogenaktion, die anonym durchgeführt wird. Da kann man sich äußern, wie zufrieden man ist, was man für Wünsche und Verbesserungsvorschläge hat, was einem nicht so gut gefällt, wie man die Arbeit des Elternbeirats empfindet, wie man das Verhältnis zur Erzieherin einschätzt, ob die Öffnungszeiten ausreichend sind usw.

    Zusatzangebote sind bei uns auch kostenfrei und werden vom Kiga-Team abgedeckt. Als normaler katholischer Stadtkindergarten haben wir auch was die Finanzlagen der Familien betrifft, alles vertreten und viele könnten sich Kosten für Zusatzangebote gar nicht leisten.

    Montags ist Kochen (z. B. im Sommer selbstgemachtes Eis mit frischen Früchten und selbstgemachter Erdbeersoße und Waffeln, alles dekoriert als "Katzeneisbecher"). 14tägig im Wechsel, d. h., einmal kommen die Vorschulkinder dran, einmal die Kleinen und Mittleren. Die Liste hängt eine Woche vorher aus und man kann die Kinder eintragen. Ist die Nachfrage groß, müssen Kinder, die das letzte Mal schon dran waren, zugunsten anderer Kinder aussetzen. (Diese Regelung musste sein, nachdem einige Mütter ihre Kinder gegenseitig eintrugen und es immer dieselben waren).

    Mittwochs ist ein kreatives Angebot, wobei das sehr weitgefächert ist. Von Basteln über Bewegungserziehung bis hin zu Experimenten (z. B. Schnee schmelzen, Wasserdampf usw. - verschiedene "Vorkommen" von Wasser) alles dabei ist. Die Spielregeln sind die gleichen wie beim Kochen.

    Mir ist das lieber wie ein ganzjähriger Kurs, an den ich dann gebunden bin und bei dem von 70 Kindern nur je 8 oder 10 zum Zuge kommen.
    Geändert von lausigel (31.05.2011 um 10:43 Uhr)
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Blumen, die Sterne und die Kinder. (Dante).

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